Tabak / E-Liquid 2017-05-14T20:15:04+00:00

Tabak / E-Zigarette (E-Liquid)

Die Tabakpflanze (Nicotiana) ist der Rohstoff für verschiedene Tabakprodukte: Zigaretten, Zigarren und Zigarillos, Pfeifentabak oder rauchlose Tabakprodukte, wie Schnupftabak, Lutschtabak oder Kautabak.

Zigaretten und andere Tabakprodukte enthalten neben getrocknetem Tabak auch Additive, wie beispielsweise Propylenglykol, Glyzerin, Invertzucker und Kakaopulver. In den letzten Jahren findet die elektronische Zigarette (E-Zigarette) eine zunehmende Verbreitung. Bei ihr wird eine Flüssigkeit (E-Liquid) beim Ziehen elektrisch erhitzt, am Mundstück vernebelt und inhaliert. Das E-Liquid hat als Hauptkomponenten Propylenglykol, Wasser, Glyzerin, Ethanol und weitere Stoffe. Im Allgemeinen enthält es auch Nikotin.

Der Konsum von Tabakprodukten ist mit ernst zu nehmenden gesundheitlichen Risiken verbunden und kann süchtig machen. Die Gesundheitsrisiken des Rauchens resultieren primär aus dem Verbrennungsprozess. E-Zigaretten setzen beim Paffen Nikotin ohne einen Verbrennungsprozess frei. Insgesamt bedarf es weiterer Klärung, um die gesundheitliche Gefährdung durch die einzelnen Inhaltstoffe und deren Zusammenwirken besser beurteilen zu können.

Der Gesetzgeber hat zum Schutz der menschlichen Gesundheit die europäische Tabakprodukt-Richtlinie (RL 2014/40/EU) verabschiedet. Diese ist in Deutschland mit Wirkung vom 20. Mai 2016 als Tabakerzeugnisgesetz in nationales Recht umgesetzt worden und regelt die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen. Neben diesen werden auch nikotinhaltige elektronische Zigaretten reguliert.

Die RL 2014/40/EU fordert in Artikel 5 die Meldung von Inhaltsstoffen und Emissionen. Darüber hinaus gelten gemäß Artikel 6 verschärfte Meldepflichten für zunächst 15 Zusatzstoffe, die inzwischen auf europäischer Ebene festgelegt wurden. Für diese Additive sind Angaben zur Toxizität und zum Suchtpotential zu machen. Weiterhin ist anzugeben, ob die Zusatzstoffe ein charakteristisches Aroma erzeugen, das Inhalieren oder die Nikotinaufnahme erleichtern oder zur Bildung von CMR-Stoffen beitragen.

Entsprechende Berichte sind von den Herstellern oder Importeuren zu erstellen und den zuständigen Mitgliedsstaaten bis zum 30. Juni 2018 vorzulegen. Mit den Arbeiten zur Erstellung sollte zügig begonnen werden.

Prosacon unterstützt Unternehmen bei der Erfüllung von regulatorischen Anforderungen. Beispielsweise beim Tabakerzeugnisgesetz. ⇒ Kontakt